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Ich möchte hier nach und nach über meine, und die Erfahrung
Anderer in der Meerwasseraquaristik berichten.
Die hier beschriebenen Beobachtungen und Erfahrungen sind
subjektiv und koennen von Fall zu Fall voellig anders aussehen
und stellen keine Empfehlung dar.


Index:

Bericht von ......., zum Thema ......... vom 0. November  0000
Bericht von Rainer, zum Thema Krusten fressende Schnecken vom 9. Dezember  2009
Bericht von Rainer, zum Thema Plectranthias inermis vom 4. Mai  2009

Bericht von Rainer, zum Thema Synchiropus marmoratus vom 18. April  2009
Bericht von Michi, zum Thema Ablegermethode Weich- und Lederkoralle vom 11. April  2009
Bericht von Michi, zum Thema Ablegermethode LPS vom 4. April  2009
Bericht von Michi, zum Thema Artemiazucht im Haus und Freiland vom 27. Februar  2009
Bericht von Rainer, zum Thema Turbo fluctuosa Nachwuchs, vom 24. Juni 2008
Bericht von Rainer, zum Thema Mischbettharze, vom 20. Mai 2008
Bericht von Rainer, zum Thema Filterung, vom 20. Mai 2008
Bericht von Hausi, zum Thema Glasrosen, vom 16. Mai 2008




Bericht von Rainer, zum Thema Krusten fressende Schnecken vom 9. Dezember  2009


Hier werde ich ueber einen Schaedling berichten, der fast unseren gesamten Krustenbestand vernichtet hat.

Wir hatten am 11. Oktober 2009 neue Krusten bekommen, die nicht so aufgehen wollen wie die anderen Krusten. Darauf hin habe ich sie einmal ganz genau untersucht und vorsichtig abgepinselt, was ich mit den anderen auch manchmal mache und was ihnen immer gut gefaellt. Bei den neuen Krusten, die nicht richtig aufgehen wollen, stellte ich dann fest, dass zwischen den einzelnen Koepfchen bei jeder Kruste ein kleines Tierchen steckte. Ich habe mal eins dieser Tiere fotografiert, was Ihr hier nun sehen koennt.




Zunaechst konnten wir nicht viel damit anfangen, weil es auf Grund seiner Groesse sehr schlecht zu Kategorieren war. Einige Tage spaeter, fand ich wieder so ein "nettes" Tierchen. Es war in unserer groesten Kruste, die in unserem Riff festgewachsen ist und gar nicht aus dem Becken genommen werden konnte. Ich habe das Tier mit einer Spritze absaugen koennen. Hier jetzt mal ein brauchbare Fotos von dem Fund.




Zwischenzeitlich hatte ich das Foto in mehreren Foren eingestellt und auch eine sehr informative Antwort zu der Schnecke bekommen. Ich finde das trifft die Sache ganz gut. Hier mal der Link dazu:

Phyllodesmium sp - Fadenschnecke.

Heute Vormittag habe ich alle Krusten einmal mit einem kombinierten Suesswasser/Jodbad behandelt. Das Bad war den Schnecken sichtbar unangenehm. Zum Teil vielen die Schnecken aus den Krusten, zum Teil sassen sie auf den Polypen, so dass ich einige absammeln konnte. Die Krusten stehen jetzt separat unter Beobachtung. Ich werde die Behandlung morgen noch einmal wiederholen. Kopfzerbrechen bereitet mir nur die grosse Kolonie die im Riff angewachsen ist. Ich ueberlege, ob ich sie mal kraeftig mit einem Schlauch absauge, auch auf die Gefahr hin, einige Polypen dabei ab zu reissen und ab zu saugen. Die Aktion mit dem Absaugen habe ich jetzt drei mal durchgefuehrt. Dabei ist von der riesen grossen Kolonie Krusten nur noch ein Rest von 6 Koepfen uebrig geblieben. Es war aber notwendig so rigoros vor zugehen, weil immer wieder kleine Schnecken, oder auch Gelege auftauchten.

Jetzt haben wir ein ausgeliehenes Nano zu einem Quarantaenebecken umgebaut. Da wir keine so kleine Heizung fuer das Nano haben, haben wir es einfach ins gut beheizte Esszimmer gestellt. Wir haben alle Krusten aus dem grossen Becken, nachdem wir sie in einem Suesswasser- und Jodbad behandelt haben in das Nano umgesetzt. Die kleinen Punkte an den Scheiben, sind Sauerstoffblaeschen, also kein Dreck. Die Krustenkolonie, die im Riff war, haben wir jetzt so weit komplett von Schnecken und Eiern befreit. Ein paar Koepfe haben diese brutale Prozedur noch ueberlebt. Morgen werden wir sehen, ob noch Gelege, bzw. Schnecken im Bereich der verbliebenen Krusten zu finden sind. Wir werden auf jeden Fall morgen noch einmal absaugen, um moeglichst dann auch alle Schaedlinge entfernt zu haben




Jetzt, nach zwei Wochen ist auch der Schneckennachwuchs im Quarantaenebecken zu sehen. Gut, dass die Tiere frueh genug in das Becken umgezogen sind, so dass wir alles gut im Blick haben.
Heute ist die erste Brut von den Schnecken geschluepft. Ich hab mal den Versuch unternommen, die ca. 2mm grossen Tiere zu fotografieren. Die Fotos sind leider nicht sehr gut geworden. Ich habe mal die zwei beste von Ihnen eingestellt.









Ergaenzend koennen wir sagen, dass von unseren 21 Krustensteinen zum jetzigen Zeitpunkt schon 9 den Schnecken zum Opfer gefallen sind. 5 weitere Steine sehen so aus, als wuerden sie auch den Befall nicht ueberleben. Die restlichen Krusten sehen zum jetzigen Zeitpunkt noch einigermassen ok aus.

25. November 2009 Wieder mal ein kurzes Krustenupdate. Es scheint so, als koennten wir vier bis acht der Krusten durch bekommen. Die letzten, sollen jetzt noch mal ein Bad mit Aquafuran bekommen und dann noch zwei drei Wochen mit frischem Wasser im Quarantaenebecken bleiben. Wenn bis dahin keine neuen Schaedigungen aufgetreten sind, werden wir sie zur weiteren Beobachtung in unser Ablegerbecken setzen. Da dort keine anderen Krusten sind, besteht auch bei einem eventuellen Rueckschlag, nicht die Gefahr weitere Tiere anzustecken. Wir koennen sie dort ausserdem sehr gut beobachten.

Vorlaeufiger Abschlussbericht. Heute 8. Dezember 2009 sind die sechs uebrig gebliebenen Krusten endgueltig ins Ablegerbecken umgezogen. Ich habe sie sicherheitshalber noch weitere zwei Wochen in Quarantaene gehalten. Vor dem Umzug habe ich sie alle sechs noch einmal eingehend untersucht. Weiterhin haben sie noch ein abschliessendes Suesswasserjodbad bekommen. Ich habe sie zuerst einmal in geoeffnetem Zustand gebadet, dann hab ich sie so lange geaergert, bis sie komplett zu waren und sie dann noch einmal ins Jodbad gegeben. Das sollte nur zur Sicherheit auch die Bereiche um die Koepfe noch einmal zusaetzlich desinfizieren. Ich habe sie jetzt hell und bei mittlerer Stroemung, in dem frisch mit Spurenelementen versehenen Ablegerbecken eingesetzt. Bilder folgen, wenn sie nicht mehr beleidigt sind. Die wenigen verbliebenen Krusten haben diese Tortur eigentlich verhaeltnissmaessig gut ueberstanden. Wobei ich feststellen konnte, dass die kleinwuechsigen Krusten diese Quaelereien besser weg gesteckt haben, als die grossen.

Fazit:
Vom Feststellen des Befalls, bis heute sind ca. 8 Wochen vergangen. Von 21 Krusten (eine war noch fest im Riff verwachsen) haben 6 bisher ueberlebt. Wenn ich richtig gezaehlt habe, haben sie insgesamt 12 oder 14 Suesswasserjodbaeder durch gemacht und im Quarantaenebecken Concuratbehandlungen bekommen. Sie mussten sich auch sehr haeufiges Abbuersten und Absaugen gefallen lassen. Die noch verbliebenen Stoecke sind von der Anzah der Koepfe stark dezimiert, aber das koennt Ihr Euch ja spaeter auf den Fotos selber ansehen. Aber wenn diese, auch noch vom Typ her sehr schoenen Krusten, die ganzen Behandlungen ueberstehen, hat sich fuer mich die viele Arbeit gelohnt. Aber eins ist sicher, wenn ich spaeter neue Krusten einsetze, werden sie genauestens untersucht und bekommen grundsaetzlich erst ein Jodbad, wobei ich noch ueberlege, ob ich sie nicht sogar fuer ein paar Wochen unter Quarantaene stellen sollte.
Foto von den verbliebenen Krusten im Ablegerbecken folgen.

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Bericht von Rainer, zum Thema Plectranthias inermis vom 4. Mai  2009


Ich moechte mal einen kleinen Bericht ueber unseren Plectranthias inermis - Zwergfahnenbarsch schreiben. Er wird auch auf einigen US-Seiten unter dem Namen Plectranthias altipinnatus gefuehrt. Dieser Fahnenbrasch ist sehr scheu und auch relativ selten im Handel erhaeltlich. Wir haben unseren Plectranthias inermis jetzt seit gut einem halben Jahr. Die ersten drei Monate war er im Riff verschollen, so dass wir schon vermuteten, dass er nicht ueberlebt hat. Wir entdeckten ihn dann erstmals am Ende der Blaulichtphase versteckt im Becken. Mit der Zeit, zeigte er sich in dieser Phase immer haeufiger. Mittlerweile ist er auch zu anderen Zeiten oefter zu sehen. Es wird in verschiedenen Berichten darueber geschrieben, dass dieser kleine Fahnenbarsch sich an Garnelen vergreift. Das kann ich aus meiner Sicht nicht bestaetigen. Wir haben diverse Lysmataarten in unserem Becken, die nicht belaestigt oder angegriffen wurden, auch anderen kleineren Fischen gegenueber ist er nie aggressiv. Ueber das Fressverhalten dieses Barsches, laesst sich ueber Beobachtungen in unserem Becken, leider keine Aussage machen.




Er muss meiner Meinung nach in unserem Becken ausschliesslich nachts fressen. Es muss aber genug Nahrung fuer ihn im Riff zu finden sein, denn er macht einen gut ernaehrten Eindruck. Der Fahnenbarsch hat mittlerweile eine Groesse von 6 cm erreicht. Wenn er tagsueber zu sehen ist, beobachtet er intensiv das Geschehen in unserem Becken ganz ruhig aus einer guten Deckung. Ich finde diesen Fisch sehr interessant. Auch sein Aussehen und Verhalten, macht ihn zu einer Bereicherung fuers Becken.

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Bericht von Rainer, zum Thema Synchiropus marmoratus vom 18. April  2009

Wir haben seit ca. 5 Monaten ein Paerchen Synchiropus marmoratus - Roter Spinnenfisch.




Zunaechst hatten wir nur ein Maennchen. Nachdem wir von anderen Aquarianern gehoert hatten, dass sie sich gut als Paar pflegen lassen, haben wir nach einer Woche noch ein Weibchen dazu gesetzt.




Sie haben sich direkt gut verstanden und sind seit dem ein Herz und eine Seele. Sie fressen neben den Kleinstlebewesen auch das angebotene Futter mit.




Sie sollten unserer Meinung nach nur in gut eingefahrenen Becken gehalten werden, da sie ununterbrochen auf Futtersuche sind. Seit ca. 4 Monaten zeigt das Paerchen in der abendlichen Blaulichtphase (wie auf dem Video zu sehen) seinen Balztanz.

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Bericht von Michi, zum Thema Ablegermethode Weich- und Lederkoralle vom 11. April  2009

Ablegermethode Weichkorallen
Hallo, ich werde heute mal meine Ablegermethode zeigen, die bestimmt interessant für Anfänger und Profis ist. Ich werde, später, immer wieder verschiedende Methoden reinschreiben. Diese Ablegertechnik wende ich bei Nephtea spec., Paralemnalia spec., Litophyton spec., Sinularia spec., Cladiella spec. an. Als Koralle habe ich Nephtea spec. genommen. : Leider kann ich keine Bilder, vom schneiden der Ableger an den Muttertieren, zeigen. Denn das alles muss im Becken gemacht werden, also müsste ich tauchen.




Die Ableger werden bei mir immer mit einer Rasierklinge oder Cutterklinge vom Muttertier abgeschnitten. Schere oder ähnliches wird nicht gemacht, da sonst die Schnittstelle eingedrückt / gequetscht wird und die Wunde leicht verfault. Nach dem Abschneiden kommen die Ableger erstmal in eine gut durchströmte Gitterbox (bei fast allen Weich- und Lederkorallen) und dort bleiben sie meist so 4 - 7 Tage. Wenn sie lose sind heilen die Wunden etwas schneller, als wenn man sie sofort in Ablegersteinen festmacht. Nach der Verheilung werden die Ableger, ca. 0.8 - 1 cm oberhalb der Schnittstelle, mit einem Zahnstocher durchstochen. Das Reinstecken hört sich brutal an, aber ist für die Korallen nichts Schlimmes. Die Schnittstelle + Zahnstocher kommt dann in eine Vertiefung / Loch des Ablegersteines. Dabei muss man beachten, dass die Schnittstelle, im Loch, nicht eingedrückt wird.




Die festgemachten Ableger kommen an eine leicht durchströmte Stelle (nicht zu starke Strömung, sonst reißt der Ableger vom Zahnstocher ab). Sie sind meist nach 3 - 4 Wochen richtig festgewachsen und somit bereit abgegeben zu werden. Ich schneide große Sarcos (Duras sehen auch ähnlich aus) 3 - 4 cm immer rund um den Rand herum.So behalten die Muttertiere ihre natürliche Form (man kann natürlich auch kreuz und quer schneiden, was dann aber Unnatürlich aussieht).




Daraus werden kleinen Würfelchen gemacht und dann ab, für ein paar Tage, in die Gitterbox. Man kann auch Halbkreise schneiden und so auf den Ablegerstein festmachen. Werde bald auch Bilder von Duras und Sarcos zeigen.

Copyright by Michi

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Bericht von Michi, zum Thema Ablegermethode LPS vom 3. April  2009

Ablegermethode LPS
Hallo, in diesem Bericht werde ich über LPS schreiben und werde immer wieder Berichte, von verschiedenen LPS, ergänzen.




Als Korallentyp habe ich Korallen mit phaceloide, phacelo-meanproider und tubulare Korallitstrukur (einzelne Skelettpolypen), wie zB. einige Euphyllia-Arten, Duncanopsammia, Caulastrea genommen.




Die Korallen werden am Besten mit einem Dremel + Diamantscheibe oder feinem Eisensägeblatt abgetrennt . Denn viele haben ein sprödes Kalkskelett und können leicht, beim Abkneifen mit einem Seitenschneider oder einer Rosenschere, zersplittern.




Als Beispielkoralle wird Duncanopsammia und Euphyllia gezeigt: Das Muttertier wird solange geärgert (vorsichtig streicheln, teilweise aus dem Wasser rausnehmen, aber nie ganz). Damit die Polypen sich einziehen.




Sonst können die Polypen beim rausnehmen, wegen der Wasserfüllung, platzen. Wenn die Koralle aber im Aquarium festgewachsen ist, kann man sehr gut mit einem Eisensägeblatt die einzelne Triebe absägen.




Dann legen wir das Muttertier auf ein weiches, nasses (mit Aquarienwasser) Handtuch / Küchenpapiere und dremeln / sägen (beim sägen ist eine 2. Person wünschenswert, der die Koralle locker festhalten kann, sonst scheuern die Polypen an der Unterlage zu sehr) die gewünschten Triebe ab.




Die Triebe sollen nie kurz vor dem Polypen abgetrennt werden, am Besten 2 - 3 (oder mehr) cm unterhalb des Polypen. Die abgetrennten Polypen kann man mit mehreren Klebetechniken kleben. Ich selber verwende dafür entweder Reef Bond oder Heisskleber.




Nach dem Kleben sollen die Korallen an einer leicht durchströmten Stelle aufgestellt werden. Sorry, dass ich nicht das Abtrennen der Ableger vom Muttertier zeigen kann, habe keine 3. Hand für die Kamera.

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Bericht von Michi, zum Thema Artemiazucht im Haus und Freiland vom 27. Februar  2009

Artemiazucht im Haus und Freiland
Artemiazucht im Haus:
Es werden 3x 100 l Aquarien, für Phytoplankton und Artemia verwendet. Alle Becken werden mit T8 Tageslicht beleuchtet und grobperlig durchlüftet. Die Becken werden mit frischem Salzwasser aufgefüllt und je 1 l (kann auch mehr sein) Phytoplankton eingeimpft. Wenn das Wasser richtig grün ist, fügt man in das erste Becken einen knappen gestrichenden kleinen Teelöffel Artemiazysten zu. Sobald das Wasser klarer wird, gibt man vom Phytobecken literweise zu und füllt dabei mit frischem Wasser auf. Kann es trotzdem passieren, dass das Phyto ausgeht, werden die Artemia mit angeschwemmter Bäckerhefe gefüttert. Aber nur soviel, dass das Wasser leicht trübe ist und erst beim aufklaren wieder füttern. Fazit: Aufwand zu hoch, geringe Ausbeute, größere Stromkosten.

Artemiazucht im Freiland:
Bei mir ist es ein 1000 l Öltank, der jahrelang bei einem Kunden (bin Gärtner) als Gartenteich benutzt worden ist. Der Tank wurde an einer sonnenreichen Stelle aufgestellt und mit einem alten Fenster oder Co. abgedeckt. Zum Belüften und zum besseren Abfließen des Regenwassers soll die Scheibe schräg aufgestellt werden. Bei zu hoher Wärme ist das Fenster mit Schattiergewebe abgedeckt (Schilfmatten oder Teppich reicht auch). Zum Auffüllen des Verdunstungswassers habe ich zeitweise das Fenster, bei normalen Regenschauer, entfernt. Der Tank wurde mit 800 l Wechselwasser + Mulm aufgefüllt und ein paar Wochen in Ruhe gelassen. Wenn das Wasser grünlich / grün geworden ist, habe ich 5 Esslöffel Artemiazysten zugegeben und leicht umgerührt. Die Larven schlüpfen, je nach Temperatur, in 3 Tagen - 1 Woche aus. Wenn das Wasser klar wird, muss man, wie bei Hauszucht beschrieben, Hefefütterung durchführen und dabei langsam oberflächig umrühren. Meist kann man schon nach 1 1/2 - 2 Monaten die ersten Krebse, mit einem grobmaschigen Kescher, ernten.Von den Krebsen nur soviel ernten, dass der Zuchtstamm nicht zusammenbrechen kann. Sobald die Jahreszeiten kälter werden, soll man das Ernten einschränken. Die weiblichen Krebse bekommen jetzt Dauerzysten und die können, bei nicht zu strengen Wintern, überleben. Man kann auch eine ausgedienten Badewanne, Transportstyrobox, Wanne o.ä. Nehmen. Fazit: sehr Ertragsreich, wenig Arbeit.

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Bericht von Rainer, zum Thema Turbo fluctuosa Nachwuchs vom 24. Juni  2009

Turbo fluctuosa Nachwuchs




Hallo, hat schon einmal jemand von Euch Nachwuchs von Turbo fluctuosa gehabt? Wir haben in der Einfahrzeit nach acht Wochen zehn dieser Schnecken eingesetzt. Haeufig haben wir gesehen, dass sie Schleim absonderten. Bis vor einigen Wochen konnte man jedoch keine weitere Entwicklung nach der Schleimabsonderung feststellen. Vor zwei Wochen entdeckte ich nachts, in der Mondlichtphase, an der Aquarienrueckwand an die 50 kleine Schnecken. Ich vermutete zunaechst in ihnen aber keine Turbo fluctuosa, da haeufig irgendwelche kleinen Schnecken Nachwuchs bekamen. Jetzt, nach ca. zwei Wochen, ist aber eindeutig zu erkennen, dass es sich um Turboschnecken handelt. Am Tage sieht man sie nur vereinzelt in kleinen Nischen oder Ritzen. Aber in der Nacht ist die ganze Rueckwand des Beckens von Ihnen besiedelt. Interessanterweise befindet sich die kleine Horde immer in der Naehe einer ausgewachsenen Schnecke, vermutlich suchen Sie Schutz bei diesem Tier. Nach zwei Wochen ist das Aussehen der Schneckenhaeuser schon komplett identisch mit dem von ausgewachsenen Tieren. Eine weitere Generation Nachwuchs ist mittlerweile auch zu vermelden. Man kann davon ausgehen, dass sich mittlerweile ca. hundert kleine Turboschneckenbabys in unserem Becken tummeln. Ich bin mir noch nicht sicher, ob sie alle die ersten Lebenswochen ueberstehen. Ich konnte bisher am Tage noch keine Uebergriffe von Fischen auf die Babys feststellen. Sollte jedoch der ueberwiegende Teil der Tiere die naechsten Wochen ueberleben, koennt Ihr Euch schon mal bei uns als Abnehmer melden. Fortsetzung folgt.




Fortsetzung: Der ueberwiegende Teil der Schneckenbrut ist mittlerweile herangewachsen. Zeitweise befanden sich in unserem Becken sicher einige hundert Schnecken. Ich konnte aber viele dieser nuetzlichen Tiere an interessierte Aquarianer abgeben. Mittlerweile ist der Nachwuchs auch schon in der Lage fuer Nachwuchs zu sorgen (Landlaeufig spricht man da ja von rauchenden Schnecken :) ). Darum melde ich mich heute einmal mit einem Foto von einer schleimenden Turbo fluctuosa. Bei uns stellt sich der Nachwuchs immer ein, wenn eine unserer Turbos in dieser Form abschleimt. Je nach Groesse der Schnecke, koennen die verschleimten Flaechen bis zu 4-5cm gross sein. Bevorzugt sondern sie ihren Schleim zwischen den Aesten von Steinkorallen ab. Zufaelligerweise habe ich jetzt mal eine Schnecke an der Scheibe erwischt und konnte so den Schleim einmal besser und naeher fotografieren.

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Bericht von Rainer, zum Thema Mischbettharze, vom 16. Mai 2008

Die Mischbettharze die ich benutze besteht aus 50% stark saurem Kationenharz und 50% stark basischem Anionenharz. Die Reinheit des Wassers liegt im Ausgang bei 1µS/cm. Da von der Kapazität her das Anionenharz ca. 10% mehr Aufnahme als das Kationenharz hat, ist das Harz optimal für die Aufbereitung von Meerwasser geeignet. Ich setze eine 3 Liter Säule ein mit der ich bei mittlerer Wasserhärte (dGH 10,8 und KH 7,5) ca. 330 Liter Reinwasser (KH 2,0, PH 6,2 und SI unter 0,1) erzeuge. Der Liter vollentsalztes Wasser, ist somit 3 x reiner als normal destilliertes Wasser. Zur Meerwasseraufbereitung mit Osmose kann man die Mischbettharze auch hinter die Osmose schalten, um die Kieselsäure nach Osmose zu entfernen. Da der Vollentsalzer dann nur noch die Kieselsäure entfernt, reicht die Kapazität der 3 Liter Säule dann für ca. 750 Liter Kieselsäure freies Wasser aus, bevor man neue Harze braucht.
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Bericht von Rainer, zum Thema Filterung, vom 20. Mai 2008

Ich moechte hier ueber die Filterung in Meerwasseraquarien schreiben. Der Einbau von „lebenden Steinen“ im Meerwasseraquarium hat den großen Vorteil, daß sie bereits eine sehr große Anzahl abbauender Microrganismen enthalten. Die Struktur von lebenden Steinen ermöglicht es, daß der Sauerstoffgehalt im Stein von außen nach innen nach und nach abnimmt. Daraus resultiert, daß sowohl aerobe als auch anaerobe Zonen in Ihm entstehen. Darum ist es immer empfehlenswert, daß man die Riffaufbauten in einem Meerwasseraquarium zum größten Teil mit frischen lebenden Steinen erstellt, denn dann haben wir schon eine gut funktionierende biologische Filterung im Becken eingebaut. Daher finden in der Meerwasseraquaristik sogenannte Topffilter wie sie in der Süßwasseraquaristik eingesetzt werden keine Verwendung, da sie die biologischen Abbauprodukte nur bis zur Nitritstufe abbauen würden und das Nitrat sich im weiteren Verlauf verstärkt anhäufen würde. Man misst in manchem Meerwasseraquarien, in denen viele lebende Steine verbaut sind nicht selten Nitratwerte die annähernd bei 0 mg/l liegen. Was natürlich auch immer mit abhängig von Fütterung und Fischbesatz ist. Für die Grobfilterung kann man die Topffilter duchaus noch einsetzten, wenn man sie noch hat. Dabei sollte man aber darauf achten, das Filtermaterial in regelmäßigen Abständen zu wechseln um die oben angesprochene Nitratanhäufung zu vermeiden. Am besten hat sich in der Meerwasseraquaristik die Filterung mittels Eiweißabschäumer bewährt. Ohne Eiweisabschäumer wäre die Meerwasseraquaristik in ihrer heutigen Form nicht denkbar. Vereinfacht betrachtet, funktioniert die Eiweißabschäumung in dem die elektrisch geladenen Eiweißmoleküle an Luftblasen haften bleiben. Im Reaktionsrohr des Abschäumers, in dem die Luftblasen das Wasser durchströmen, wird eine besonders kräftige Schaumbildung erzeugt. Dieser Schaum besteht grundsätzlich aus zwei Formen, die sich wie folgt unterscheiden: Der Normalschaum, der aus kleinen, gleich großen und sich schnell auflösenden Blasen besteht, lagert sich zuunterst ab. Er entsteht immer, wenn Meerwasser mit Luft aufgewirbelt wird. Oberhalb des Normalschaums bildet sich der bräunliche Eiweißschaum mit verschieden großen Luftblasen. Der Eiweißschaum enthält die schädlichen Abfallstoffe, die wir aus dem Meerwasseraquarium entfernen wollen.

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Bericht von Hausi, zum Thema Glasrosen, vom 20. Mai 2008

Glasrosen, eine der Plagen überhaupt. Schon so mancher hat sein Hobby deswegen aufgegeben. Aber was tun wir hier, wenn es uns erwischt ? Nun, es kommt darauf an wie stark die Plage ist. Bei geringem Befall entfernern wir die Glasrosen chemisch mit Zitronensäure. Mit einer Spritze wird die Glasrose attackiert. Damit erzielen wir hier die größten Erfolge. 5 - 10 Glasrosen lassen sich in einem Zug damit entfernen. Ganz sicher kann man kleinere Glasrosen auch mit der Schnecke Berghia Verrucicornis bekämpfen. Nachteil: Die Schnecken sind sehr teuer, man braucht schon einige. Die Nachzucht ist möglich, aber etwas kompliziert und nicht oft erfolgreich. Bei einer größere Plage braucht man schon ganz andere Methoden oder Tiere, die da helfen können. In unserem Fall hat der Falterfisch Chaetodon kleinii innerhalb kürzester Zeit den Befall eingedämmt. Dieser Fisch ist natürlich auf Dauer nur für größere Becken geeignet. Passieren kann es auch, dass er ohne Glasrosen an andere Korallen geht, z.B. Krustenanemonen. Empfindlich reagiert das Tier auch auf Pünktchen. Hier wäre eine UVC Anlage angebracht. Auch der Seegras-Feilenfisch Acreichthys tomentosus ist als Glasrosen - Fresser recht zuverlässig, wir aber auch auf Dauer diverse andere Korallen schädigen. Andere berichten, dass der Falter Chelmon rostratus Ihre Glasrosen frist. Wieder andere versuchen es mit der Garnele Lysmata Wurdemanni Da gibt es aber keine Garantie. Wurdemannis hatten wir schon mehrfach. Nie gesehen, dass sie Glasrosen fressen. Einen Chelmon haben wir. Auch hier könnten wir diesbezüglich nicht behaupten ihn jemals an Glasrosen gesehen zu haben. Letztendlich bietet der Handel einige Mittelchen zur Bekämpfung an. Die funktionieren auch recht zuverlässig, aber solange Zitronensäure bei uns den gleichen Zweck erfüllt, werden wir die teuren Produkte sicher nicht kaufen.
Copyright by Hausi

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